未成曲调

"Sebastian hatte es nicht immer leicht bei Bayern"



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fipstalker:

PHILIPP LAHM ÜBER DEISLER: "Sebastian hatte es nicht immer leicht bei Bayern"

Im Kolumnengespräch blickt Philipp Lahm auf seinen gemeinsamen Weg mit Sebastian Deisler zurück und denkt über Leistungsdruck und Konkurrenzkampf im Profifußball nach.

Aktualisiert 20. Oktober 2009  18:04 Uhr

http://www.zeit.de/sport/fussball/2009-10/lahm-deisler-bayern-hoeness-buch-depression#comments

Gute Kollegen  |  © Sandra Behne/Bongarts/Getty Images

ZEIT ONLINE: Herr Lahm, vier Tage, nachdem Sie sich für Südafrikaqualifiziert hatten, wurden Sie und Ihre Mannschaftskollegen gegen Finnlandausgepfiffen. Ärgert Sie das?

Philipp Lahm: Ich kann die Pfiffe verstehen. Die Leute haben bezahlt und sind von weit angereist. Wir haben uns zwar bemüht, doch nicht gut gespielt. Freundschaftsspiel hin oder her – die Fans wollen unterhalten werden. Als Nationalspieler repräsentiert man das Land.

ZEIT ONLINE: Kann die dauerhaft hohe Erwartung der Fans nicht auch eine Belastung sein?

Lahm: Fußball ist nun mal ein leistungsorientierter Sport. Der Druck auf die Spieler beginnt übrigens nicht erst als Profi. Schon in der Jugend kämpft man um einen Platz in der Startelf und um den Aufstieg in die höhere Klasse. Man wächst damit auf, ständig verglichen zu werden: mit den Kollegen, mit dem Gegner. Als Profi dann vor den Augen von Millionen. Da steht man unter Druck.

ZEIT ONLINE: Sebastian Deisler hat unter diesem Druck gelitten. Sie haben mit ihm zwischen 2005 und 2007 in der Nationalmannschaft und beim FC Bayern gespielt. Wie reagierten Sie, als Sie von Deislers Depression erfuhren?

Lahm: Wir in der Mannschaft wussten schon vorher von Sebastians Krankheit. Als sie öffentlich wurde und er seine Karriere beendete, war ich sehr traurig. Wir verloren einen Kollegen und einen genialen Fußballer.

ZEIT ONLINE: In einem Interview mit der ZEIT und in seiner Biografie sprach Deisler von einigen Spielern, die ihn immer verstanden, die er mochte. Er nannte unter wenigen anderen Sie. Waren Sie befreundet?

Lahm: Freundschaft wäre zu viel gesagt. Wir haben immer miteinander geredet, auch mal gelacht und sind anständig miteinander umgegangen. Wir waren sehr gute Kollegen.

ZEIT ONLINE: Das galt offenbar nicht für alle. In seinem Buch heißt es: "In der Bayern-Kabine Mensch zu sein, ist gar nicht so leicht. Das schaffst du nur, wenn du dir sagst: Ich bin der Größte. Du baust auf dich und unterdrückst deine Gefühle."

Lahm: Ich bin auch in der Kabine Mensch. Bei Bayern München gibt es einen großen Konkurrenzkampf, dem stelle ich mich gerne.

ZEIT ONLINE: Von einigen Spielern soll er "die Deislerin" genannt worden sein. Ist Mobbing verbreitet im Fußball?

Lahm: Sebastian hatte es zugegebenermaßen nicht immer leicht. Aber ich denke, Mobbing gibt’s im Fußball nicht mehr als woanders in der Gesellschaft. Klar ist, jeder kämpft erst mal für sich selbst. Bedenken muss man auch: Wir sind eine Gruppe von Männern.

ZEIT ONLINE: Hat sich Deisler damals tatsächlich nicht von der Mannschaft verabschiedet?

Lahm: Nein, als er das Gelände verließ, waren wir gerade im Training.

ZEIT ONLINE: Gab es rückblickend einen Zeitpunkt, von dem Sie heute sagen würden, da hätte man den "Basti" besser unterstützen können?

Lahm: Depressionen sind eine Krankheit, und ich bin kein Arzt, kann das also nicht beurteilen. Ich glaube, es gibt keinen Schuldigen.

ZEIT ONLINE: Liegt sein Buch auf Ihrem Nachttisch?

Lahm: Nein, aber vielleicht werde ich es mir besorgen. Es interessiert mich, was er zu berichten hat. Gesehen habe ich ihn im Fernsehen. Ich war geschockt, dachte, die Auszeit hätte ihm gut getan. Doch Sebastian wirkt noch immer unsicher und labil.

ZEIT ONLINE: Wie schaffen Sie es, dem Druck standzuhalten?

Lahm: Viel kommt auf das Privatleben an, da muss man mal abschalten können, da müssen andere Regeln gelten. Sebastian fühlte sich nur auf dem Fußballfeld wohl.

ZEIT ONLINE: Und Sie?

Lahm: Ich führe insgesamt ein sehr glückliches Leben.

ZEIT ONLINE: Als bekannt wurde, dass Joachim Löw über die Berufung vonThomas Müller, 20, in die Nationalmannschaft nachdenkt, warnte Uli Hoeneß. Verstehen Sie seine Pädagogik?

Lahm: Uli Hoeneß ist erfahren und weiß, was er tut. Ich kann aber auch den Bundestrainer verstehen. Er möchte junge Spieler einsetzen und an die Nationalmannschaft heranführen. Ich selbst war auch bereits mit 20 Nationalspieler. Es hat mir nicht geschadet.

Die Fragen stellten Oliver Fritsch und Tobias Reitz.


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